The Admin: Klaus Puth

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Admin, Journalist, Blogger, DX-er

Montag, 14. September 2015

mobiles Surfen im Internet und meine private Meinung dazu...


The Admin: Klaus Puth
Administrator Klaus P.

Liebe Leser,

das Thema "mobil surfen" sorgt bei vielen Mitbürgern
anfänglich für Begeisterung, und dann nach wenigen
Tagen für riesige Enttäuschung.

 

GRUND ist die Tatsache, daß es "schnellen" und "quälend langsamen"
Internet-Zugang gibt; der zweite ist quasi unbenutzbar und grenzt an
Veräppelung.

Das schnelle Internet - teilweise auch als LTE bekannt, ist die
Nutzung fast wie daheim, bis zu 7,2 MB/sec. sind möglich (meist
weniger, es ist nur eine theoretische Aussage, wenn man einziger
Nutzer eines Mobilfunkmastes wäre...)
Während das langsame Internet mit 64 kb/sec. daherkommt, also
112 mal langsamer, gedrosselt vom Anbieter auf weniger wie 1%
der möglichen Leistung............   

Ausnahmslos alle Anbieter am Markt (inklusive ihrer Subunter-
nehmer wie z.B. Otelo, Simyo, blau.de, Congstar, usw.)
setzen eher auf Prepaid-Kunden und -siehe oben - drosseln
die Geschwindigkeit nach einem bestimmten Volumen, das 
können schon 0,5 GB sein (wie lächerlich), 1 GB, 3 GB oder 5 GB.
Weiteres Datenvolumen kostet dann: ACHTUNG Kostenfalle !!!

Allerdings ist es für den Kunden meist unerheblich, ob er Pre-paid
im Voraus auflädt (= zahlt) oder nachher per Rechnungsüberweisung
(alternativ auch Bankabbuchung/Lastschrift).
Die Konditionen sind oft vollständig übereinstimmend, der "post-paid"-
Kunde ärgert sich eventuell schneller über die --per Nachladung-- im
Endeffekt summarisch zusammen gekommenen Kosten. Und er ist im
Nachteil, weil er bei technischen Problemen jeder Art nicht so einfach
aus dem laufenden Vertrag herauskommt: da sind die Inkasso-
Abteilungen der Mobilfunkanbieter hart, ggf. muß man die Gebühren
für die gesamte Vertragslaufzeit im Voraus zahlen, und sich damit 
aus dem Vertrag herauskaufen. Andernfalls wird man mit einem
Schufa-Eintrag und anderen unschönen Maßnahmen bedroht. 
Deshalb: nie und nie einen Mobilfunkvertrag über 24 Monate oder
noch länger abschließen !  NIE !!!
Es sei denn, man braucht wirklich dringendst ein neues Handy.-

Eplus und seine vermarktenden Subunternehmer hatten bei der
Zusammenführung mit O2 das Problem, eine Woche lang nur das
langsame Internet mit 56 bis 64 kb/sec. zur Verfügung stellen zu
können... technisch bedingt. Der Prepaid-Kunde konnte schnell
an einer Tankstelle oder im Supermarkt eine andere SIM-Karte
z.B. von Otelo holen, aufladen und weitersurfen............ der doofe
Vertragskunde bei simyo und anderen Eplus-Anbietern musste
machtlos zusehen und wurde noch von der Hotline mit arroganten
Antworten bedacht.
Es zeigt sich also zweifelsfrei, dass der Vertragskunde nicht so
flexibel reagieren kann; es sei denn, er akzeptiert doppelte Kosten.

Nebenbei bemerkt, erhalten die Prepaid-Kunden sehr oft beim
Kauf einer anderen SIM-Karte ein Guthaben in Form von 3 bis 10 €
oder LTE-Volumen (0,5 bis 1 GB).  
Die Schlaumeier, die nun denken, dann kaufe ich jeden Monat bei
einem anderen Anbieter eine SIM-Karte mit verbundenem Guthaben,
liegen falsch. Zum einen ist der Preis für 1 GB von Anbieter zu 
Anbieter sehr unterschiedlich und so teuer, daß sich der Wechsel
nicht lohnt. Zum zweiten registrieren die Verkäufer respektive die
anbietenden Unternehmer den einzelnen Kunden, und nach zwei
SIM-Karten auf den gleichen Namen ist Schluss (auch wenn die
Karte vielleicht anonym oder auf einen anderen Namen gemeldet
wurde; der Käufer bleibt der gleiche und ist bekannt durch die
Zahlung für die Karte)...............!

Das vorgenannte Guthaben ist also in Wahrheit nur ein Tropfen
auf den heissen Stein oder anders gesagt, ein Kaufanreiz für die
SIM-Karte - durch die nötigen Aufladungen verdient der Mobil-
funkanbieter dieses "Geschenk" oft schon mit der ersten Aufladung
wieder zurück !  Meist ist das Guthaben schon nach 2 Tagen
aufgebraucht, nämlich dann, wenn man eine intensive Nutzung
wie zuhause vornimmt.

Denn in diesem Falle beweist sich, daß mobiles Surfen immer 
noch ein Luxus ist, selbst wenn es der User nicht weiß oder
nicht wahrhaben will. Das so vollmundig in der Werbung
angekündigte schnelle LTE-Internet von 0,5 bis 5 GB ist
nämlich im bezeichneten Fall manchmal schon nach einer
Woche, im ungünstigen Fall nach einem Tag aufgebraucht.

Was unweigerlich dazu führt, daß der Benutzer schnelles
LTE nachkaufen muss - oft für 9 € oder ähnliche Tarife -
und somit in Kostenbereiche von 30 bis 40 € gelangt, ohne
daß er dies anfänglich beabsichtigte.... jedoch durch den
schnellen Aufbrauch des schnellen Internet dazu gezwungen
wird !  
Beispiel simyo: die Monatsgebühr kostet dort 13,90 € für
3 GB "schnelles Internet". Ist man bei üblicher Nutzung
(die ja je Nutzer unterschiedlich ist) gezwungen, wöchentlich
1x schnelles Internet nachzukaufen, ist man bei 3 x 9 =
27 € zusätzlich, macht zusammen 40,90 €. Und das nur, 
weil man Youtube und andere Plattformen eben auch mobil
nutzen möchte. Ein einziges YT-Video kann da schnell mal
mit 30 bis 100 MB (von 3000 im Guthaben) zu Buche schlagen,
10 Videos sind dann eventuell schon 1 GB..........
schaut man nur 10 Videos am ersten Tag, ist schon 1/3 des
"Guthabens" weg, wenn man Pech hat, ist am dritten Tag
--oder eher-- bereits alles aufgebraucht...............
der Monat hat dann aber noch 27 Tage. Und wie schon
gesagt und immer wieder zu sagen:  die 64 kb/sec. sind 
ein wahrer Witz und weniger wie 1% der Leistung.... 1%.
Da könnte man lachen, wenn es nicht so eine traurige
Geschichte wäre, nämlich die von Beutelschneiderei.

Ich hoffe, daß der geneigte Leser die Kostenfalle erkennt,
vor der ich ihn warnen will; bei JEDEM Prepaid-Angebot
von Internet-Datenvolumen (Verträge sind sowieso nicht
ratsam, s.o.)  sollte der Nutzer SOFORT und nur nach
dem Umfang des schnellen LTE-Datenvolumens fragen,
sich selbst vor allem bei Studium der Angebote. 
Dies soll und muss das einzige Entscheidungskriterium 
bleiben: was kostet 1 GB "LTE" schnelles Volumen bei
dem jeweiligen Anbieter...... und  hier kann man mit einer
einfachen Dreisatz-Rechnung den Betrag leicht selbst
errechnen.....

Man sollte aber nicht etwa den Preis des 1 GB zum Vergleich
heranziehen, wenn der betreffende Anbieter einen 
solchen Tarif anpreist... sondern ein höheres Startvolumen
von 3 oder 5 GB und dann auf 1 GB mathematisch den Preis
herunterrechnen. - Dies ist dann die echte Vergleichszahl.
Diese "Kaufanreiz-"Gimmicks von 10 € geschenkt oder so
bitte einfach ignorieren, denn diese sind wie oben geschildert
meist einmalig und werden vom Anbieter zurückverdient. Also
einfach vergessen, wichtiger sind die Kosten für das Nachladen -
nachdem die ersten 3 oder 5 GB verbraucht sind, was kostet
die nächste Aufladung ? Das ist wahrhaft von Bedeutung!

Oder wird eine solche Nachladung gar nicht angeboten ?
dann muss man mit zwei Anbietern arbeiten, SIM-Karten
wechseln, SMS senden, es droht Arbeitsaufwand ........

Finales Resultat:  
a) das "langsame" 1% Internet ist unbenutzbar, soll man 
sofort vergessen
b) Kaufanreize und Guthabengeschenke ignorieren           
    c) nur mathematisch nach gründlicher Berechnung der    
Kosten je GB entscheiden - für LTE "schnelles Web"
  d) grundsätzlich gilt, daß Telekom, Vodafone und O2 als    
      die großen "fast monopol-artigen" Internet-Anbieter im
      mobilen Bereich fast ausnahmslos teurer sind wie ihre 
eignen Subunternehmer (siehe weiter oben, Simyo, 
Mobilcom, usw. usw.) - genaue Recherche lohnt sich
e) Mobiles Internet für unterwegs kann niemals den         
Web-Zugang daheim ersetzen (oder man muss mit    
hohen Kosten kalkulieren ...)
f) auf keinen Fall "postpaid" oder Vertragskunde werden!
Mit pre-paid Aufladung ist man flexibel !
g) immer mal wieder im Quartal Preise vergleichen (siehe
c.) --- je GB schnelles Internet. 
  Ebay und andere Marktplätze bieten sich da an, oder
'googeln'.

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19 bis 50 € und mehr monatliche Kosten sind möglich,
daher sollte man sich immer zu allererst fragen, ob
das mobile Web überhaupt benötigt wird, z.B. beruflich.
Wenn ja, obige 7 goldene Ratschläge beherzigen.
Wenn nein: auf das allerneueste Smartphone verzichten.
Ich kenne Personen, die es zurück gegeben haben und
wieder mit einem "normalen" Handy ohne Internet 
telefonieren. SMS und Telephonie reichen doch zur
Kommunikation unterwegs... alles andere ist unnötig
und sogar belastend. Ich selbst genieße die Zeit, in der
ich weder online noch via Handy erreichbar bin und in
RUHE einem Hobby nachgehen kann. Das ist der 
WAHRHAFTIGE LUXUS:  Freiheit !  Nämlich die 
Freiheit, zu tun, was man gerade möchte. Ende. Basta! 
Freiheit, um der Freiheit willen.
 
In diesem Sinne, euer freier Editor Klaus