The Admin: Klaus Puth

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Freitag, 4. September 2015

Zitat www.welt.de: Pol Pots Wahn ...... (Kambodscha)



Pol Pots Wahn forderte täglich 1400 Menschenleben

Flag of Democratic Kampuchea.svg 
Flagge des 
"Demokratischen Kampuchea"
(genutzt 1968 bis Jan. 1979)
Staatsflagge 1975 - Jan. 1979 

Die Guerilla sowie die spätere
regierende Kommunistische
Partei wurden "Khmer Rouge"
-die Roten Khmer- genannt.

Pol Pot war der selbst ange-
nommene Name des "Bruder
Nummer 1", geboren war er
als Salot Sar im Mai 1928. Sein
offizieller Titel war: 
Generalsekretär des Zentral-
kommittees der KP Kampucheas;
diesen führte er von 1963 bis zu
seinem Tod 1998, obwohl er 1997
abgewählt worden war. 1975 bis
1979 war er Premierminister von
Kampuchea. Bis 1989 bezeichnete
sich der Staat weiterhin 'Kampuchea'
(Volksrepublik K.), und erst dann 
schaffte man es, sich neu zu 
benennen in: Staat Kambodscha 
(State of Cambodia). Nach 4 Jahren
wurde 1993 die Monarchie wieder 
eingeführt, die 1970 zugunsten der
"Khmer Republik" abgeschafft worden
war. Das Königreich ist bis heute die
Regierungsform in Kambodscha. --
Der "agrarische Sozialismus" der KP 
bzw. der Roten Khmer hatte 1975 sehr 
schnell zu einer totalitären Diktatur
einer auf sich selbst bezogenen 
Prägung geführt und war von Anfang
an zum Scheitern verurteilt, weil die 
marxistischen Planziele eine unrealistische
Verdreifachung des Bruttosozialproduktes
verlangten. Um das offenbare Scheitern zu
vertuschen, wurden nach dem Vorbild von
Stalin willkürlich Schuldige herausgesucht
und als "Verräter an Angkor" umgebracht.
Angkor oder Zentrum wurde der innere
und enge Führungszirkel rund um Pol Pot
bezeichnet. Jedes Mitglied hatte eine Nr.,
"Bruder Nummer 3, Bruder Nummer 4, usw."-
1985 verkündeten die Roten Khmer den 
Rücktritt von Pol Pot als 'Bruder Nr.1', intern
jedoch blieb er es und war die bestimmende
Figur - obwohl bereits feststand, daß man die
Macht im Staat nicht wieder erlangen würde. 
Seine charismatische Ausstrahlung ließ die ihm
folgenden etwa 30 000 Kämpfer noch 12 lange
Jahre weiterhin einen aussichtslosen Kampf führen.
In der Zwischenzeit aber stand als Resultat seiner
Regierungszeit ein gruseliger Saldo fest:
Die ermordeten Staatsbürger seines Landes
summierten sich auf etwa 2 Millionen Personen.
Bei einer Bevölkerung von 7,1 Millionen hat demnach
jeder vierte Einwohner sein Leben unter Pol Pot
verloren.
Andere Schätzungen sprechen sogar von höheren
Opferzahlen. Prozentual ausgedrückt, hat Pol Pot
sowohl Hitler wie Stalin grausam übertroffen...
In einem seiner letzten Interviews mit einem    
amerikanischen Journalisten relativierte
er obszön die Opferzahlen auf etwa 750 000
und gab die Schuld verstorbenen Untergebenen
sowie der eigenen "Unerfahrenheit im Regieren",
Zitat: 'Wir waren zu jung'. -----
Pol Pot starb im April 1998 an einer Überdosis
Tabletten - bis zuletzt ohne die Einsicht, daß er
einen Teil-Genozid seines Volkes zu verantworten
hatte. Die verbliebenen Roten Khmer dementierten
Meldungen, wonach es sich um einen Suizid ge-
handelt habe. --- 
Man kann nur dankbar sein, daß durch eine
militärische Intervention Vietnams das mörderische
Regime der Roten Khmer zu Beginn des Jahres 1979
abgesetzt wurde; hätte Pol Pot weiter regiert, wären
die Opferzahlen noch gestiegen und vielleicht halb
Kambodscha dahin gerafft worden durch die sozialist.
Revolution, die man eher als pure Terrorherrschaft
bezeichnen muss. --
Da ich zeit meines Lebens "links angehaucht" war
(Wolf Biermann schon als Jugend-Ideal), ist es nötig,
klar auszudrücken, daß nach meiner Meinung eine
solche Herrschaft oder Regierungsform nichts und
gar nichts für den einzelnen Menschen und seine
FREIHEIT tut - sondern das Gegenteil bringt, die
Unterdrückung mit verbundener Zwangsarbeit.
Unter dem Stichwort "Killing Fields" findet man hunderte
von Informationen im Web über die Zwangsarbeit in
Kambodscha (Kampuchea).
Dass bundesdeutsche selbsternannte Kommunisten
zur damaligen Zeit das Land besuchten - am besten
mit geschlossenen Augen -, und dann mit einem Lob
für die Kommunistische Partei Kampucheas wiederkamen, 
war und ist eine riesige Schande und sehr beschämend
für jeden, der die Freiheit liebt. Politische Dummheit stirbt
eben niemals aus. Und schematisch ist festzustellen, dass
ein Mann wie Pol Pot den internationalen Interessen der
USA sogar in die Hände spielte. Wie armselig, daß das den
sogenannten 'Linken' der 70-er Jahre überhaupt nicht auffiel.
Wie denn auch - mit Scheuklappen vor dem Kopf.
Ein Vergleich mit dem Umgang zum heutigen Nordkorea  
böte sich an.  ---
PS.:  Kambodscha ist heute eines der Länder
mit dem weltweit jüngsten Durchschnittsalter.
Auch nach dem Ende des Terrors starben
viele an Folgeschäden der Folter............

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